Anaglyphenverfahren


Anaglyphenverfahren
Anaglyphenverfahren
 
[griechisch], Verfahren der Stereoskopie, bei dem die zugeordneten Halbbilder in zwei verschiedenen (Komplementär-)Farben (links meist rot, rechts blaugrün) ineinander gedruckt (Anaglyphendruck) oder projiziert werden. Durch Betrachtung mit einer Brille, deren Gläser wie die Halbbilder, jedoch vertauscht, gefärbt sind, wird jeweils das dem Auge nichtzugehörige Halbbild zum Verschwinden gebracht. Beide Halbbilder ergeben durch ihr Verschmelzen im Gehirn einen räumlichen Eindruck. Anwendung fand das Anaglyphenverfahren in der Photogrammmetrie (bei Kartiergeräten) zur räumlichen Darstellung des Geländes. Das Anaglyphenverfahren wurde auch beim Stereofilm und beim dreidimensionalen Fernsehen eingesetzt. Die Wiedergabe von Farbbildern ist nicht möglich.

Universal-Lexikon. 2012.

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